Chlamydien und Unfruchtbarkeit

Die wenigsten Menschen kennen die bakterielle Infektion namens Chlamydia trachomatis – dabei gehört diese Chlamydien weltweit zu den häufigsten Geschlechtskrankheiten bei Frauen wie auch Männern. Allein auf Deutschland bezogen, wird die Zahl der Erkrankten auf etwa eine Million Menschen geschätzt. Umfragen haben ergeben, dass die wenigsten etwas mit dem Begriff anfangen können – eine Unkenntnis mit verheerenden Folgen für die Gesundheit.

Übertragung und Symptome von Chlamydien

Die Infektion mit Chlamydien erfolgt in erster Linie durch ungeschützten Geschlechtsverkehr, oral wie auch als Kontakt- und Schmierinfektion. Dabei sind insbesondere Menschen mit häufig wechselnden Geschlechtspartnern gefährdet.

Die Symptome machen sich nach einer Inkubationszeit von ein bis drei Wochen, manchmal auch erst nach Monaten oder Jahren, bemerkbar: Bei Frauen ist vorerst die Harnröhre und/oder der Gebärmutterhals betroffen. Juckreiz, vermehrter, auch eitriger Ausfluss und Brennen während des Wasserlassens sind die unangenehmen Folgen.

Dabei können die Chlamydien in die Eileiter sowie in die Gebärmutterhöhle aufsteigen. Das führt wiederum zu Adnexitis, einer Eierstock- und Eierleiterentzündung, welche mit Fieber, starken Unterleibsschmerzen und einem akuten Krankheitsgefühl einhergeht. Statistiken belegen, dass ungefähr die Hälfte aller Sterilitätsfälle auf eine über Jahre verschleppte Infektion zurückzuführen sind. Denn das ist das Fatale: 80 Prozent der erkrankten Frauen verzeichnen keinerlei Symptome. Infolge dessen steigt die Anzahl derer, die von Chlamydien betroffen sind, rapide an.

Chlamydien bei Männern

Die Symptome für eine Infektion bei Männern sind

  • die Entzündung der Urethra,
  • starker Harndrang und
  • gleichzeitig erschwertes Wasserlassen.

Dabei verspüren sie ziehende Schmerzen in der Harnröhre, Jucken oder Brennen beim Urinieren sowie eitrig-schleimigen Ausfluss. Darüber hinaus können sowohl die Prostata als auch die Nebenhoden entzündet sein. Ähnlich wie bei den Frauen können Chlamydien auch bei Männern symptomlos sein. Das trifft auf etwa 50 Prozent der Erkrankten zu.

Unfruchtbarkeit als Folge einer Chlamydien-Infektion

Das Heimtückische an dieser Erkrankung ist, dass sie sich ohne jegliche Anzeichen völlig unbemerkt im Körper ausbreiten kann. Oftmals “überwintern” die Bakterien jahrelang und flackern immer wieder von Neuem auf.

Ohne eine entsprechende Therapie der Chlamydien Infektion führen diese Unterleibsentzündungen jedoch bei Frauen zu einer Verklebung der Eileiter. Die Eizelle kann nicht in die Gebärmutter gelangen – eine Schwangerschaft auf natürlichem Weg ist damit ausgeschlossen. Selbst wenn die Eileiter trotz allem noch durchgängig sein sollten, sind sie bei vielen Frauen durch diese Infektion und die daraus resultierenden Vernarbungen irreparabel geschädigt.

Eine Möglichkeit, um einem Kinderwunsch der Frau nachzukommen, bietet nur die In-vitro-Fertilisation, eine Möglichkeit der künstlichen Befruchtung.

Auch Männer können durch diese Erkrankung an Unfruchtbarkeit leiden, wenn das Gewebe der Nebenhoden durch eine Chlamydien-Infektion zerstört wurde.

Schützen Sie sich vor Chlamydien!

Die Verwendung von Kondomen, also die Praktizierung von Safer Sex, stellt wie bei allen anderen Geschlechtskrankheiten auch den signifikantesten Schutz dar.

Lassen Sie sich untersuchen!

Die Krankenkassen übernehmen seit 2008 die Kosten im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung die Kosten für Chlamydia trachomatis-Tests. Im Falle einer Infektion muss der Partner zwingend mitbehandelt werden. Ansonsten besteht das Risiko wiederholter und gegenseitiger Übertragungen mit Chlamydien.

Hitze und Fruchtbarkeit des Mannes

Verantwortlich für die Bildung der Geschlechtshormone und die Spermienproduktion des Mannes sind die männlichen Keimdrüsen, die Hoden. Gebildet werden die Hoden zunächst in der Bauchhöhle, um dann später in den Hodensack abzusteigen.

Und das hat seinen Grund. Die Spermienproduktion im Hoden ist optimal bei einer Temperatur von 33 – 35 Grad Celsius, also etwas weniger als die normale Körpertemperatur. Über den Hodensack und einen Muskel, können die Hoden bei Kälte näher an den Körper herangezogen, und bei Wärme wieder entfernt werden. So wird eine konstante Temperatur im Hoden gewährleistet.

Diese konstante Temperatur ist entscheidend für die Spermienqualität und -menge, und trägt somit maßgeblich zur Fruchtbarkeit des Mannes bei. Kommt es zur Überwärmung der Keimdrüsen, kann es tatsächlich zur kurzzeitigen oder dauerhaften Unfruchtbarkeit beim Mann kommen.

Tipps, um die Fruchtbarkeit des Mannes zu steigern

Darum sollten folgende Dinge möglichst vermieden oder beseitigt werden, wenn man als Mann seine Fruchtbarkeit steigern will:

Hodenhochstand

Haben die Hoden nicht genügend Abstand zum Körper, so werden sie insgesamt zu warm. Steigen die Hoden nach Geburt nicht ab, und verbleiben dauerhaft in der Bauchhöhle, werden die Keimdrüsen irreversibel geschädigt. Es kommt zur Unfruchtbarkeit. Ein Hodenhochstand kann in gewissen Grenzen im Alter operativ behandelt werden.

Krampfadern:

Krampfadern führen ebenfalls zu einer Überwärmung von Teilen des Hodens, und vermindern somit die Spermienqualität. Diese sollten so bald wie möglich entfernt werden.

Sauna, Heiße Bäder

Was heute eigentlich der Entspannung dient, wirkt sich tatsächlich negativ auf die Samenqualität des Mannes aus. Wer regelmäßig in die Sauna geht oder heiß badet, vermindert die Samenproduktion.

Dies wird z.B. auch bei einer (ziemlich seltenen) Verhütungsmethode genutzt. Beim Hodenbaden werden die Hoden, welche mit einem Gewicht beschwert sind, über einen Zeitraum von mindestens drei Wochen täglich 45 Minuten in ca. 45 Grad warmen Wasser gebadet. Durch diese Anwendung kann die Spermienproduktion tatsächlich vollständig unterbunden werden. Vier bis acht Wochen kann dieser Effekt anhalten, bis sich wieder neue Spermien in guter Qualität nachgebildet haben.

Viel Sitzen, Sitzheizung, Laptop

Schon allein, wenn man im Beruf viel sitzt, kann sich das negativ auf die Keimdrüsen auswirken. Verschlimmert wird das Ganze noch, wenn man dann im Auto gemütlich die Sitzheizung aktiviert, oder den wärmeabgebenden Laptop auf dem Schoß liegen hat. In diesem Fall haben die Hoden keine Rückzugmöglichkeit ins Kühle, mit den bekannten Folgen.

Sonnenbaden und zu enge Kleidung

Wer einen unerfüllten Kinderwunsch hat, und alles für eine optimale Spermienqualität tun möchte, sollte zusätzlich noch auf Sonnenbaden und zu enge Kleidung verzichten, damit es die Spermien immer schön kühl haben, und allzeit für Ihre Aufgabe bereit sind.

Wie es um die Qualität Ihrer Spermien bestellt ist, lässt sich anhand eines Spermiogrammes feststellen. Wer die Anforderungen and die Wärme seiner Hoden beachtet, kann seine Anzahl und Qualität der Spermien ggf. schon entscheidend verbessern. Gemeinsam mit einer natürlichen L-Arginin Therapie sind das zwei sehr einfache Wege hin zum Kinderwunsch.

Rolle des Vaters

Die Rolle des Vaters hat in der heutigen Zeit eine viel größere Bedeutung als früher. Einst galt nur die Mutter als Hauptperson und der Vater spielte lediglich die Nebenrolle. Allerdings sind es Väter leid, für ihr Kind als Fremder dazustehen. Deshalb nehmen immer häufiger die Männer die Verantwortung für ihr Kind sehr ernst und sind dafür bereit, Zeit und Engagement zu opfern.

Schon während der Schwangerschaft der Partnerin zeigen die werdenden Väter des Öfteren ihr Interesse für das Ungeborene. Geburtsvorbereitungskurse werden nicht mehr allein von Schwangeren besucht, sondern auch die Väter sehen in diesen Kursen eine Möglichkeit sich an die neue Situation zu gewöhnen und vor allem die Zuneigung zum Baby zu spüren.

Wenn es dann soweit ist und die Geburt ansteht, so möchte der Vater diese Momente des Glücks miterleben und scheut sich nicht davor im Kreissaal seine Partnerin zu unterstützen. Der Vater von heute ist modern und aufgeschlossen. Besonders die Emotionen und Gedanken zeigen werdende Väter offenherzig.

Bindung zum Baby

Diese ganz unbekannten Erlebnisse prägen Männer sehr, jedoch im positiven Sinne. Wenn sie alles von Anfang an miterleben, so fällt es ihnen viel leichter, die Vaterrolle ernst zu nehmen. Darüber hinaus ist die Bindung zum Baby schon direkt nach der Geburt da. Vor allem wenn der Vater in den ersten sechs Wochen das Baby sehr oft in den Armen hält und er beim Weinen des Kleinen oft darauf reagiert, fühlt er sich zum Baby verbundener.

Seine Fassung steht auch im Zusammenhang damit, wie seine Partnerin die Schwangerschaft und die Mutterschaft erlebt. Je glücklicher der Mann über die Schwangerschaft der Partnerin ist, und je mehr er sich auf seine Rolle als Vater freut, umso mehr Freude wird ihm das Baby in den ersten Lebenswochen bereiten.

Gemeinsam ist besser

Wenn die Eltern dann endlich ihr Kleines nach Hause nehmen können, sollten sie sich am besten gemeinsam um das Baby kümmern. Väter sind nicht mehr aus der täglichen Beschäftigung mit dem Kind ausgeschlossen. Es ist eher umgekehrt der Fall. Denn ein prozentual bemerkbarer Teil der berufstätigen Männer nimmt nach der Geburt Elternzeit in Anspruch. Diese Chance nimmt nicht mehr wie früher die Mutter wahr, sondern auch der Vater fühlt sich als Teil der Familie dafür zuständig, mit seinem Kind von Beginn an intensiv Zeit zu verbringen. Folglich erkennen Väter, dass ihr Eifer sich gelohnt hat. Denn selbst in den ersten Jahren belohnt das Kind seine Eltern mit unvergesslichen Momenten des Glücks, vielleicht auch des Stolzes. Und wenn es dann älter wird, gibt es Freundschaft, Liebe, Trost und Freude zurück. Dann sind sich Väter sicher, dass sich die ganze Anstrengung und Einsatzbereitschaft gelohnt hat.

Genetische Beratung

Wer sich über seine Fruchtbarkeit Gedanken macht, sollte in diesem Zusammenhang auch allgemein ein paar Dinge für eine gesunde Schwangerschaft wissen.

Gesundheit der Mutter wichtig bei Kinderwunsch

Es ist immer wieder wichtig zu betonen, wie signifikant die Gesundheit der Mutter ist, um dem Baby die Möglichkeiten für eine normale Entwicklung im Mutterleib gewährleisten zu können. Aber auch die Gesundheit des Vaters sollte nicht außer Acht gelassen werden. Denn nur der Körper eines gesunden Mannes kann normale Spermien in großer Anzahl produzieren, die für eine normale Verschmelzung von Eizelle und Samenzelle obligatorisch sind.

Wenn die Eizelle, oder auch andersherum, die Samenzelle mangelhaft ist, wird es wohl gar nicht zur Vereinigung der beiden Zellen kommen. Das heißt dann, dass keine Befruchtung zustande kommt. Es kann allerdings auch ein anderes Problem auftreten. Wenn beispielsweise die Eizelle oder die Samenzelle zum Teil defekt ist, kann zwar eine Befruchtung stattfinden, aber das Kind entwickelt sich in dieser Situation nicht normal. Körperliche oder geistige Mängel sind dann nicht ausgeschlossen. Die Mehrheit der so entstandenen Missbildungen und Defekte ist nicht vorhersehbar und entsteht ganz zufällig.

Immer dieselben Krankheiten in der Familie?

Wenn es jedoch in einer Familie Krankheiten gibt, die seit Generationen auftreten, also erblich sind, so sollte man sich Hilfe holen. Damit sind zum Beispiel Erkrankungen wie Bluterkrankheit (Hämophilie) oder Downsyndrom (Mongolismus) gemeint. Ansprechpartner in solchen Angelegenheiten sind vor allem Genberatungsstellen.

Vor allem wenn Eltern, die schon ein Kind mit einer Missbildung wie ein Neuralrohrdefekt, eine Chromosomenstörung oder eine Erbkrankheit haben, sollten sie nicht zögern, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Paare, die schon seit einem längeren Zeitraum ein Baby möchten, der Kinderwunsch allerdings noch nicht geklappt hat, sind bei einer genetischen Beratung richtig. Frauen mit mehreren Fehlgeburten sollten sich ebenfalls von Experten checken lassen.

Genberatungsstelle

Darüber hinaus ist eine Genberatungsstelle für diejenigen Paare eine Notwendigkeit, die eine Blutsverwandtschaft haben. Denn nur auf diese Weise können die Spezialisten für Schwangerschaft den Paaren offene und ehrliche Antworten geben. Frauen, die im fortgeschritten Alter Mutter werden möchten, sollten sich gleichfalls fachlichen Rat einholen. Die prozentuale Wahrscheinlichkeit eines möglichen Schadens des Kindes kann entsprechend einer derartigen Konsultation geklärt werden.

Kein Mensch kann darin gehindert werden, Kinder zu bekommen, aber der Entschluss für ein Baby fällt einfacher, wenn Paare die Untersuchungsergebnisse eines Experten kennen. Eine Chromosomenzählung kann Aufklärung darüber verschaffen, wie hoch das Risiko besteht, ein krankes Kind auf die Welt zu bringen. Die Methode ist unkompliziert und schmerzfrei. Aus dem Mundinneren werden einige Zellen abgekratzt und diese werden dann schließlich unter dem Mikroskop detailliert untersucht.

Jeder von uns nimmt ein bestimmtes Risiko auf sich, wenn es darum geht, selber Mutter oder Vater werden zu wollen. Man kann dieses Risiko durch eine Untersuchung schon vor Schwangerschaft mindern. Vor allem bei verdächtigen Krankheiten in der Familie sollte man einen Arzt für so eine allgemeine Untersuchung aufsuchen.

Baby und Auswirkungen auf den Lebensstil

Wenn man früher Frauen gefragt hat, welche Aufgaben sie als die Wichtigste in ihrem Leben empfinden, so antworteten die meisten mit “Mutterschaft”. Doch heutzutage sehen nur wenige Frauen die Mutterschaft als bedeutsamste Angelegenheit.

Immer mehr rückt die Berufstätigkeit einer Frau in den Vordergrund. Der Grund hierfür liegt darin, dass sie ihre Karriere als erfüllender betrachten. Frauen haben in den letzten Jahren über ihr Image in der Gesellschaft intensiver nachgedacht und sind daher viel offener und selbstbewusster geworden. Es existieren so viele Methoden der sicheren Empfängnisverhütung, deshalb sind sich Frauen dessen bewusst geworden, dass die Rolle als Ehefrau und Mutter nicht mehr deren einzige Option ist. Sie investieren viel mehr Zeit in ihren Beruf und bringen erst zu einem späteren Zeitpunkt eine Familiengründung in Erwägung.

Ein Kind zu bekommen ist heute kein Zufall mehr

Dies hat zufolge, dass eine große Anzahl der Frauen nicht mehr nur aus Tradition oder durch Zufall ein Baby bekommt. Der Entschluss Mutter zu werden, ist heutzutage wohlbedacht. Die meisten Menschen würden ohne Zweifel, die Idealisierung der Mutterschaft, die von der Gesellschaft lange als Erfüllung angesehen wurde, verurteilen. Viele ältere Frauen, die zwar keinen Partner haben, mit dem sie ein Leben führen wollen, jedoch ein Baby haben möchten, sehen in der heutigen Zeit eine Chance darin, ihr Kind selbstständig zu erziehen.

Frauen, die sich für diesen Weg entscheiden und schließlich schwanger werden, sind oft zielorientiert und dafür bereit, die entstehenden Probleme zu bewältigen. Für sie ist die Rolle der Mutter, eine bewusste Erfahrung, nicht eine, die ihnen wahllos aufgezwungen wurde.

Kind und Partnerschaft

Wenn Mann und Frau die Auswirkungen auf ihr Leben erwägen, so entstehen viele Gründe gegen die Elternschaft. So kommt es durchaus vor, dass die glückliche Zweierbeziehung zwischen den Partnern gestört und sogar möglicherweise unterbrochen wird. Erst einmal müssen sich beide Elternteile an die neue Situation mit Baby anpassen. Das fällt in vielen Fällen nicht so einfach aus und kann am Anfang etwas dauern. Wenn Menschen sich das Eltern Sein vorstellen, so bekommen sie es oft mit der Angst zutun. Diese Angst ist allerdings nachvollziehbar.

Sicherlich macht man sich einige Gedanken über die Erziehung und das Glück des Babys. Bestimmte Schwierigkeiten können diese Gedanken beeinflussen. Dazu gehören zum Beispiel Geldprobleme, Desillusion in Bezug auf die verlorene Freiheit und Angst vor der Wiederaufnahme der Arbeit. Als Paar hatten vielleicht beide gearbeitet und zwei Löhne erhalten. Nun muss ein Elternteil auf sein Gehalt verzichten und beiden steht nur noch ein Einkommen zur Verfügung.

Es ist nicht leicht, sich dabei wohlzufühlen, wenn sich so vieles auf einmal im Leben umkrempelt. Die Zeit steht einem nicht mehr wie davor frei verfügbar. Im alltäglichen Leben kommen auch noch des Öfteren negative Gefühle ins Spiel – Unwohlsein, Verbitterung, miese Laune, Ärger, Hass auf andere Menschen – und man sollte nicht denken, dass ein Baby diese Gefühlsausbrüche beendet.

Möglicherweise realisiert man erst dann, wenn man ein Kind hat, wie viel einem abverlangt wird. In den ersten Jahren ist das Baby rücksichtslos im Nehmen. Aber umso mehr gibt das Kind den Eltern dafür zurück, wenn es älter wird. Deshalb ist es so verständlich, dass der Wunsch nach einem Kind kein Vorhaben ist, welches ein Paar nach ein paar erfolglosen Monaten so einfach ad acta legt.

Pille erhöht Vitaminbedarf

Weltweit hat die Anti-Baby-Pille mit ca. 100 Millionen Frauen, die regelmäßig damit verhüten, einen wahren Siegeszug hingelegt. Vorbei die Zeiten der Enthaltsamkeit oder der dauernden Schwangerschaften. Durch die Einführung der Pille gingen die Geburtenraten drastisch zurück. Frauen können nun den Zeitpunkt einer Schwangerschaft selbst planen. Soweit die Theorie. Doch ganz so einfach ist es gar nicht. Pille absetzten und sofort schwanger werden? Nicht immer funktioniert das auch.

Neben der Verhütung einer Schwangerschaft hat die Pille auch so einige Nebenwirkungen. Da es sich um chemisch erzeugte Hormone handelt, die massiv in den Zucker-, Fett-, Leber- Hormon- und Knochenstoffwechsel, Vitamin- und Mineralienhaushalt eingreifen, kann es unter anderem in der Folge zu

  • Unfruchtbarkeit und Fehlgeburten,
  • Leberschäden,
  • Osteoporose,
  • Schilddrüsenproblemen,
  • schwachem Immunsystem,
  • Hirnschlag,
  • Herzinfarkt,
  • Kopfschmerzen,
  • Depressionen,
  • Zwischenblutung,
  • Zyklusstörungen und
  • weiteren Mangelerscheinungen bei Vitaminen und Mineralien kommen.

Gerade aber in Hinblick auf eine spätere Schwangerschaft, ist ein ausgewogener Vitamin- und Mineralienhaushalt immens wichtig, um überhaupt schwanger zu werden, und in der Folge auch alle benötigten Vitalstoffe für das sich entwickelnde Kind bereitstellen zu können.

Folsäuremangel – hohes Risiko für das Ungeborene

Besonders gefährlich für das ungeborene Kind gestaltet sich ein Mangel an Folsäure. Eine Unterversorgung kann zu Fehlbildungen beim Kind führen. Bei der Frau kann es bei einer Unterversorgung von Folsäure zu Sterilität, Blutarmut, Pigmentstörungen und Verdauungsbeschwerden kommen.

Vitamin B6 und Vitamin B12 – ebenso eminent wichtig

Depressive Verstimmungen, Niedergeschlagenheit, schlechte Haut und wunde Mundwinkel können auf einen Vitamin B6 Mangel hindeuten, welcher unter Pillen-Einnahme bis zum Zehnfachen erhöht ist. Die B-Vitamine hängen eng zusammen, so dass ein Mangel selten allein auftritt, und auch B 2 und B 12 oft erniedrigt sind. Die B-Vitamine sorgen für schöne Haut, Haarwachstum und kräftige Nägel.

Pille verbaucht Vitamine

Bei Frauen, die die Pille nehmen, gelten höhere Einnahmeempfehlungen an Vitamin C. Vitamin C stärkt das Immunsystem, stimuliert das Bindegewebe, und verbessert die Aufnahme von Eisen.

Magnesium und Zink werden unter Pilleneinnahme vermehrt ausgeschieden, so dass ein erhöhter Bedarf besteht. Magnesiummangel kann sich z.B. in Muskelkrämpfen, Lidzucken, innerer Unruhe, kalte Füße und Herzklopfen äußern. Haarausfall, trockene Haut, Infektanfälligkeit und Nachtblindheit können auf einen Zinkmangel hindeuten.

Nicht nur bei bestehendem Kinderwunsch, sondern auch im eigenen Interesse, sollte man sich möglichst ausgewogen ernähren, und gegebenfalls Mangelerscheinungen mit geeigneten, am besten natürlichen Präparaten, beseitigen.

Von daher sollten Sie regelmäßig mit einer ausgewogenen Nahrungsergänzung, die wirklich alle Vitamine und Mineralstoffe in hoher Dosierung enthält, etwas für Ihre Gesundheit und eben auch damit für Ihre Fruchtbarkeit tun!

Gesundheit der Frau und Fruchtbarkeit

Welche Rolle spielt die Gesundheit einer Frau für ihre Fruchtbarkeit? Jedes Jahr wird in Deutschland eine minimale Anzahl an Babys geboren, die ein Defekt haben. Dafür gibt es nicht nur einen Grund, sondern es spielen mehrere Faktoren eine Rolle.

Gesundheit und Ernährung essentiell wichtig für Fruchtbarkeit

Zu den wichtigsten gehören allerdings die Gesundheit und die Ernährung der Mutter. Beides hängt oftmals mit der Stellung in der sozialen Ebene zusammen. So kommt es häufig vor, dass Frauen aus der unteren Schicht sich mangelhaft ernähren und daher sich dann deren Gesundheitszustand ebenfalls verschlechtert. Das bedeutet, je weiter man die soziale Leiter hinabsteigt, desto wahrscheinlicher treten Probleme bezüglich der Gesundheit auf.

Deshalb ist es von immenser Bedeutung, die Ernährungsgewohnheiten, seinen Lebensstil und den persönlichen Gesundheitszustand zu reflektieren, bevor Sie sich beschließen, ein Kind zu bekommen. Selbstverständlich ist es optimal, wenn Sie schon bei Kinderwunsch ihre Ernährung umstellen, und versuchen diese einzuhalten. Auf diese Weise fällt es dann während der Schwangerschaft und der Stillzeit viel einfacher, dies zu befolgen. Der Körper erholt sich dann viel früher von den Belastungen und den Strapazen der Schwangerschaft.

Fruchtbarkeit steigern mit Nahrungsergänzung

Da die meisten Menschen es nur teilweise in die Realität umsetzen können, drei Mal täglich Obst, Rohkost und Gemüse zu essen und auch zwei Mal wöchentlich frischen Fisch auf dem Tisch zu haben, empfiehlt sich die Einnahme einer hochwertigen Nahrungsergänzung. Die muss ausreichend dosiert sein, denn Vitaminpräparate aus dem Discounter haben oft nur ungenügenden Vitamingehalt und enthalten zudem künstliche Zucker und Farbstoffe.

Ernährung umstellen, Fruchtbarkeit verbessern

Sie tuen sich und Ihrer Gesundheit einen großen Gefallen, wenn Sie auf Ihre Ernährung achtgeben und Ihre Essgewohnheiten genauer im Auge behalten. Wie sieht es morgens mit dem Frühstück aus? Nehmen Sie mittags ein Snack zu sich, um dann am Abend eine größere Mahlzeit zu sich zu nehmen? Essen Sie genug Obst und rohes Gemüse? Bekommen Sie zwischendurch einen Heißhunger, sodass Sie naschen müssen?

Sie können Ihren Gesundheitszustand rasch bessern, indem Sie täglich frisches Obst, Gemüse und ballaststoffhaltige Nahrung zu sich nehmen. Von Lebensmitteln, die viel Stärke beinhalten, sollten Sie lieber die Finger lassen. Dazu gehören beispielsweise Sahnetorten oder andere Süßigkeiten.

Tipp:

  1. Essen Sie regionales Obst und Gemüse!
  2. Essen Sie Rohkost, denn die meisten Vitamine gehen beim Kochen verloren!

Täglich Sport und Bewegung

Bei überwiegend sitzender Lebensart sollten Sie zum Ausgleich Sport treiben. Zu den Sportarten, die dem gesamten Körper gut tuen, sind vor allem Schwimmen, Joggen und Tennis spielen. Sie können sich auch zu Hause ein Übungsprogramm zusammenstellen, wenn Sie nicht raus möchten. Eine Übungszeit von täglich etwa zwanzig Minuten ist angemessen. Es wird Ihnen zugutekommen, wenn Sie etwas außer Atem geraten oder auch schwitzen.

Selbstverständlich: keine Drogen, inklusive Alkohol und Nikotin

Sogar vor der Schwangerschaft sollte man den Konsum von den gesellschaftlich anerkannten Drogen stoppen. In erster Linie sind damit Zigaretten und Alkohol gemeint. Die Risiken für Raucher und Passivraucher sind weit verbreitet. Eine Frau, die mit einem Raucher zusammenlebt, nimmt als Nichtraucherin die gefährlichen Stoffe Teer und Nikotin über den entstandenen Zigarettenrauch auf. Da es oft sehr schwer ist positive Vorsätze zu realisieren, sollten Sie vor dem Babyentschluss Ihre negativen Gewohnheiten einstellen. Das Rauchen wird nicht selten mit Unfruchtbarkeit bei der Frau in Verbindung gesetzt.

Daher sind es beide Elternteile dem Ungeborenen schuldig, Drogen schon neun Monate vor der Empfängnis zu vermeiden. Ein zu starker Alkoholkonsum kann gleichfalls die Gesundheit des Babys beeinflussen. Gewisse Geburtsschäden stehen im Zusammenhang mit dem Alkoholkonsum. So kann es dazu führen, dass das Kind mit schweren körperlichen und geistigen Defiziten auf die Welt kommt.

Vitamine und Fruchtbarkeit der Frau

Bei einem Kinderwunsch müssen sowohl die Frau als auch der Mann optimal mit Nährstoffen, insbesondere mit Vitaminen, versorgt sein. Unser Körper ist nämlich auf die kontinuierliche Zufuhr von Nährstoffen angewiesen, damit er richtig funktionieren kann. Er benötigt Baustoffe für das Wachstum, aber auch für die ständige Erneuerung von Körpersubstanzen wie Muskeln, Haut, Blut, Lymphe, Haare und Nägel. Zu den Baustoffen zählt man Wasser, Eiweiß und Mineralstoffe. Außerdem benötigt der Körper Energie. Diese Energie wird durch die Brennstoffe in der Nahrung geliefert, nämlich durch Kohlenhydrate und Fette.

Damit das Zusammenspiel zwischen Bau- und Brennstoffen optimal funktioniert, benötigt man außerdem ausreichende Mengen an Wirk- und Reglerstoffen. Dazu gehören Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie Enzyme. Die sogenannten Begleitstoffe in unserer Nahrung, also Ballast-, Aroma- Duft-, Farb- und Pflanzenstoffe bewirken eine ausreichende Aufnahme der Nahrung und wirken appetitanregend und verdauungsfördernd. Man nennt diese Vitamine und Mineralstoffe, Aminosäuren und essentiellen Fettsäuren auch “Mikronährstoffe” oder oft “Vitalstoffe“.

Fruchtbarkeit steigern mit Vitaminen

Um gezielt die Fruchtbarkeit steigern zu können, spielen vor allem die ausreichende Vitaminzufuhr bzw. bestimmte Vitamingruppen eine sehr große Rolle. Hier die wichtigsten:

Vitamin E (und Zink)

Vitamin E und Zink beeinflussen die Fruchtbarkeit der Frau positiv und können bei guter Versorgung somit die Fruchtbarkeit erhöhen. Bei zu niedrigem Zinkspiegel und/oder zu geringer Vitamin E –Versorgung ist die Wahrscheinlichkeit einer Empfängnis dagegen verringert.

Vitamin B6

Vitamin B6 (und generell Vitamine der B-Gruppe) wirkt empfängnisfördernd. Gleichzeitig wirken sie auf die Psyche ein, indem sie die Stimmung heben und ausgleichend wirken. Eine entspannte Grundstimmung wiederum wirkt sich immer auch auf die Empfängnisbereitschaft der Frau aus.

Folsäure / Folat (Vitamin der B-Gruppe)

Dieses Vitamin ist besonders wichtig! Ein Mangel kann nämlich das Risiko für Fehlbildungen des Rückenmarks und des Zentralnervensystems beim Kind erhöhen. Daher ist auf eine ausreichende Zufuhr mindestens 4 Wochen vor der Schwangerschaft und in den ersten 3 Schwangerschaftsmonaten zu achten. Eine zusätzliche Substitution von Folsäure in Tablettenform (400 Mikrogramm täglich) wird von verschiedenen Fachgesellschaften empfohlen. Frauen sollten diesbezüglich ihren Gynäkologen bzw. Gynäkologin ansprechen.

Folat ist empfindlich gegenüber Hitze, Licht und Sauerstoff. Da es wasserlöslich ist geht es beim Garen leicht ins Kochwasser über. Um Zubereitungsverluste so gering wie möglich zu halten: bewusst einkaufen, kurz lagern, möglichst viel Obst und Gemüse roh essen, schonend mit wenig Wasser garen (z.B. dämpfen, dünsten).

Omega 3 Fettsäuren

Omega 3 Fettsäuren sind für Ihre Wirkung auf die Gesundheit der Gefäße bekannt. Sie wirken erhöhtem Cholesterinspiegel vor und halten die Gefäße flexibel. Diese verbesserte Durchblutung ist es vermutlich, der dazu führt, dass in mehreren größeren Feldstudien nachgewiesen worden ist: Wer regelmäßig eine Nahrungsergänzung mit Omega 3 Fettsäuren zu sich nimmt bzw. drei Mal wöchentlich Fisch isst, dessen Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft ist signifikant höher und dessen Schwangerschaft verläuft im Schnitt problemfreier.

Fazit

Alle Vitamine, auch die genannten, lassen sich im Prinzip mit einer Ernährung, wie sie die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt, relativ problemlos in ausreichender Menge aufnehmen. Viel Obst und Gemüse einschließlich Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Nüsse, hochwertige pflanzliche Öle, regelmäßig Meeresfisch, moderater Fleischkonsum und die tägliche Eiweißportion sind Garant für eine vollwertige und nährstoffreiche Ernährung.

Vitamine und die Realität der Ernährung

In der Realität aber sieht die Ernährung meist anders aus, das Essen kommt aus der Kantine, von unterwegs und ist nicht 100% marktfrisch. Der Salat kommt vom Supermarkt und zuvor aus Spanien und ist tagelang unterwegs, bis er auf unseren Teller kommt. Mehrmals täglich Obst zu essen ist ebenfalls eher die Ausnahme als die Regel. Damit gehen über drei Viertel der ursprünglich enthaltenen Vitamine verloren.

Viele Wissenschaftler sprechen deshalb davon, dass Deutschland ein Vitaminmangelgebiet ist. Mehr als die Hälfte der Bevölkerung weist z.B. einen Folsäuremangel und einen Mangel an Vitamin D auf. Auch an den meisten anderen Vitaminen mangelt es einem Viertel aller Menschen. Man sollte also auf Nummer Sicher gehen und eine geeignete Nahrungsergänzung zu sich nehmen.

„Nebeneffekt“ ist bei vitaminreicher Ernährung auch die Stabilisierung des Immunsystems und des körperlichen Allgemeinbefindens. Auch das führt zu einer qualitativ besseren Eizellenproduktion, was die Fruchtbarkeit steigern kann. Eine entsprechende Ernährung ist natürlich nicht nur für die Frau empfehlenswert, sondern auch für den Mann.

Wie wichtig ist das Alter der Eltern für die Fruchtbarkeit?

Das Alter von Mutter und Vater spielt für die Fruchtbarkeit und damit bei der Planung eines Kindes eine essenzielle Rolle. Immer öfter sehen wir, dass eine Frau erst mit dreißig Jahren oder älter ihr erstes Baby bekommt. Allerdings ist die Gefahr für eine schwere Geburt und sogar für Missbildungen am Baby selbst, mit steigendem Alter wesentlich größer.

Zum Beispiel wächst das Risiko, ein mongoloides Kind auf die Welt zu bringen, mit dem Alter der Mutter. Mongolismus ist auch als “Down Syndrom” bekannt. Der Fehler liegt dabei, dass das Baby eine Chromosomenabnormität aufweist. Des Öfteren bekommt der Fetus bei der Befruchtung ein zusätzliches Chromosom. Das bedeutet, dass es in jeder Zelle 47 Chromosomen besitzt, statt im Normalfall 46 Chromosomen. Der exakte Grund ist zwar unbekannt, jedoch nimmt die Wahrscheinlichkeit für das Down Syndrom ab einem Alter von fünfunddreißig rasant zu.

Alter der Eltern und Risikoschwangerschaft

Die Gefahr einer Risikoschwangerschaft ab dem dritten Lebensjahrzehnt einer Frau verstärkt sich zwar, dies muss allerdings nicht bedeuten, dass eine Frau ab dreißig kein Kind gebären darf. Zwar ist die männliche Fruchtbarkeit vom Alter des Vaters abhängig, doch das Alter selbst stellt nicht im eigentlichen Sinn einen Risikofaktor für das Kind dar.

Bei der Frau wirken sich viele andere Dinge auf die Schwangerschaft aus. Auch im Alterjenseits der 30 können eine Schwangerschaft und die Geburt natürlich problemlos verlaufen. Denn nicht nur das Alter sollte bei einem Kinderwunsch in Erwägung gebracht werden, sondern auch andere Faktoren, die für das Wohlergehen des Kindes von immanenter Bedeutung sind, sollten Vorrang gewähren. Die gesellschaftliche Position oder eine mangelhafte Ernährung können gravierendere Folgen auf das Ungeborene und die werdende Mutter haben als das Alter selbst.

Optimales Alter für eine Schwangerschaft

Gynäkologen und Experten haben das beste Alter ein Baby zu bekommen zwischen achtzehn und dreißig Jahren determiniert. Allerdings haben in den meisten Fällen Frauen keine Wahl. Wenn eine Frau noch jung ist, denkt sie in diesem Alter noch nicht an eine Familiengründung. Karriere und Beruf stehen nämlich zu diesem Zeitpunkt im Vordergrund. Erst wenn sich beruflich alles stabilisiert hat, fühlen sich Frauen bereit über Kinderwunsch nachzudenken.

Darüber hinaus haben Frauen häufig noch nicht den richtigen Partner gefunden, mit dem sie Kinder zeugen möchten. Die Mehrheit der Frauen möchten einfach erst ab dreißig Jahren Mutter werden. Obwohl die Fruchtbarkeit mit steigendem Alter abnimmt, sind die Chancen groß, in jedem Alter schwanger zu werden. Es gibt auch viele Frauen, die sogar mit fünfzig Jahren normale Schwangerschaften, unkomplizierte Geburten und ein gesundes Baby hatten.

Daraus kann man schlussfolgern, dass das Alter der Eltern nicht primär ist, sondern dass eher der Gesundheitszustand eine gravierendere Rolle als das Alter spielt. Der Entschluss für ein Kind sollte also nicht am Alter scheitern, wenn sich Frau und Mann gesundheitlich fit fühlen und sich gesund ernähren. Für die eigentlichen, physischen Fruchtbarkeit kann vor allem ab dreissig durch gezielte Zufuhr von Vitaminen (Frau) bzw. L-Arginin (Mann) einiges gemacht werden.

Insgesamt spricht aber die Statistik über die Fruchtbarkeit von Männern und Frauen dafür, dass in der Realität heute die Paare immer später und immer seltener sich den Kinderwunsch erfüllen können.

Einfluß von Chromosomen und Genen auf die Befruchtung

Jede einzelne Körperzelle beinhaltet 46 Chromosomen, das heißt dann jeweils 23 Chromosomenpaare. Jedes Paar resultiert immer zur Hälfte aus der Eizelle der Mutter und aus der Samenzelle des Vaters. Jedes Chromosom setzt sich aus einer Kette zusammen. In dieser Kette sind in etwa 2000 Gene miteinander verbunden. Die Gene sind dafür verantwortlich, dass physische und kognitive Merkmale der Eltern direkt an das Baby weitergegeben werden.

Charakteristika wie beispielsweise Augenfarbe, Haarfarbe und Haarstruktur werden durch jeweils ein Gen von der Mutter und eins vom Vater festgelegt. Jedes Merkmal beinhaltet eine dominante und eine rezessive Form. Das Gen für dunkle Haare dominiert stets über helle, blonde Haare. Genauso verhält es sich mit der Augenfarbe. Braune Augen dominieren immer über blaue Augen. Dessen ungeachtet existieren beide Gene, selbst wenn eine Form nicht erkennbar ist. Von daher ist es durchaus möglich, dass zwei dunkelhaarige Menschen ein blondes Kind erzeugen. Das Kind hat dann in diesem Fall die rezessiven Gene der Eltern angenommen.

Geschlecht des Kindes

Das Geschlecht des Babys wird durch eins der 23 Chromosomenpaare definiert. Die Samenzellen gibt es sowohl in weiblich (X) als auch in männlich (Y). Die Eizellen dagegen sind immer weiblich (X). Das bedeutet, dass ein Mann die Geschlechtschromosomen XY hat und eine Frau im Gegensatz XX hat. Biologisch betrachtet gibt der Vater das Geschlecht des Ungeborenen vor.

Wenn also eine Samenzelle mit einem Y-Chromosom in die Eizelle eindringt, wird das Kind ein Junge (XY). Wenn jedoch ein X-Chromosom die Eizelle befruchtet, wird es ein Mädchen (XX). Y-Samenzellen und X-Samenzellen unterscheiden sich in mehreren Eigenschaften. So besitzen Y-Chromosomen längere Schwänze, bewegen sich viel schneller und sind von der Anzahl her übergeordnet. X-Samenzellen sind jedoch langlebiger.

Geschlecht des Kindes beeinflussen?

Es gibt auch einige Tipps, was Paare machen können, wenn sie sich einen Jungen oder ein Mädchen wünscht. Hierbei müssen nur bestimmte Bedingungen eingehalten werden, um die Empfängnis mit einer X- oder Y-Samenzelle zu unterstützen.Einige Wissenschaftler meinen, dass die Wahrscheinlichkeit für das eine oder andere Geschlecht leicht erhöht bzw. gemindert werden kann.

Nur, nicht das wir uns misverstehen: diese Tipps sind sehr sehr unbedeutende Faktoren und beeinflussen die Wahrscheinlichkeit höchstens minimal. Und am Wichtigsten ist doch sowieso, dass das Kind gesund ist.

Es soll ein Mädchen werden

Die Zeugung eines Mädchens kann durch nachfolgende Mittel wahrscheinlicher werden: Am besten mindestens zwei bis drei Tage vor dem Eisprung kein Geschlechtsverkehr praktizieren.. Auf diese Weise sterben die männlichen Chromosomen ab und es bleiben für die Befruchtung weibliche Samenzellen übrig. Außerdem sorgt auch ein häufiger Geschlechtsverkehr dafür, dass die Y-Samenzellen reduzieren. Darüber hinaus begünstigt ein saures Milieu die X-Chromosomen. Daher sollte frau vor dem Verkehr die Scheide mit einer Essig-Wasser-Mischung (1:10) duschen.

Es soll ein Junge werden

Wenn sich ein Paar jedoch einen Jungen wünscht, sollten folgende Maßnahmen beachtet werden: Da die männlichen Samenzellen schneller als die weiblichen Chromosomen sind, sollte entweder am selben Tag des Eisprungs oder unmittelbar davor Geschlechtsverkehr erfolgen. Damit eine große Anzahl an Y-Samenzellen überlebt, sollte lediglich einmal pro Tag ein Verkehr stattfinden. Eine angenehme Umgebung für Y-Samenzellen schafft man am besten mit einer Wasser-Natrium-Lösung. Dabei einen Teelöffel doppelkohlensaures Natrium in etwa 600 Milliliter Wasser unterrühren und die Scheide mit der Mischung duschen.